17 Dez 2020

Hoch hinaus im Schweizer Schulsystem - wohin nach der Primarschule?

Neal Brown
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Das Schweizer Schulsystem kann verwirrend sein (und manchmal sogar einschüchternd), vor allem für Eltern, die es selbst nicht durchlaufen haben. Der Weg, den Ihr Kind nach der Primarschule einschlagen kann, ist wie ein Netzwerk von Ästen, die hoch zum Erfolg führen. Erfolg und die Wege entlang der Äste kommen in vielen Formen, die alle wunderbar miteinander verbunden sind. Auch wenn der Weg in die Baumkrone nicht immer einfach und direkt erscheint, können sich auf dem Weg dorthin viele Möglichkeiten auftun. Denn weder der Weg noch das Ziel Ihres Kindes müssen nach der 6. Primarschule in Stein gemeisselt werden: Tatsächlich ist das Schweizer Schulsystem durchlässiger, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt.

Wir zeigen Ihnen, wie flexibel der Schulweg Ihres Kindes von der Primarschule bis zum Abschluss sein kann und beantworten die häufigsten Fragen, die uns Eltern stellen.

Viele Abzweigungen führen zum Abschluss

Einer der ersten möglichen Zweige, um die Baumkrone zu erreichen, ist, dass ein Kind nach der 6. Primarklasse die Aufnahmeprüfung für das (Langzeit-) Gymnasium macht. Besteht Ihr Kind die Gymi-Prüfung, tritt es dem Langzeitgymnasium bei und kann die Schweizer Matura ablegen. Diese eröffnet Ihrem Kind die Möglichkeit, einen Bachelor- oder Master-Abschluss zu erlangen und könnten es dann sogar zu weiterführenden Studien führen, wie z.B. einem Doktortitel.

Besteht jedoch das Kind die Gymi-Prüfung nicht, haben viele Eltern Angst, ihr Kind könne den Anschluss verlieren und habe keine Chance mehr auf eine höhere Ausbildung. Doch da können wir Sie beruhigen – das ist ein Irrglaube. Das Schweizer Schulsystem lässt Kindern viel Raum und Möglichkeiten, den Weg nach oben auch über Nebenzweige sicher zu finden. Unsere Grafik zeigt, wie verzweigt und durchlässig der Schweizer Bildungsweg sein kann:

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Sollte der Übertritt ans (Langzeit-) Gymnasium also nicht direkt nach der 6. Primarklasse klappen, können Kinder die Gymi-Prüfung nach der 2. oder 3. Sekundarklasse wiederholen und bei Bestehen ins Kurzzeit-Gymnasium eintreten. Dort erlangen sie nach 4 Jahren die gymnasiale Maturität – genauso, als hätten sie 6 Jahre das Langzeit-Gymnasium besucht.

Wenn Ihr Kind nicht ans Kurzzeit-Gymnasium wechselt, hat es ausserdem die Option, nach dem 9. Schuljahr auf die berufspraktisch orientierte Fachmittelschule zu wechseln oder eine berufliche Grundbildung (eine Berufslehre) zu durchlaufen. Die Fachmittelschule führt zur sogenannten Fachmaturität, die Berufslehre zur Berufsmaturität. 

Sowohl Fach- als auch Berufsmaturität eröffnen Absolvierenden zwei Wege: einerseits den Bachelor und danach allenfalls auch einen Master und das Doktorat anzustreben (und somit doch noch den wissenschaftlichen Weg einzuschlagen) oder andererseits an einer Höheren Fachschule ein Diplom oder einen eidgenössischen Fachausweis zu erlangen, welcher Voraussetzung für das eidgenössische Diplom ist, die höchste Stufe der Schweizer Berufsbildung. 

Einige Kinder werden auch auf eine internationale Schule wechseln und dort das International Baccalaureate (IB) erwerben. Dies ist ein international anerkanntes Diplom, das den direkten Zugang zu einer Vielzahl von Universitäten in der Schweiz und auf der ganzen Welt ermöglicht.

Häufige Fragen von Eltern zum Schweizer Schulsystem

Im Folgenden möchten wir einige Fragen beantworten, die zu diesem Thema immer wieder an uns herangetragen werden. 

Auf welche Schule kann mein Kind nach Tandem IMS gehen?

Kurz und knapp: Auf das Gymnasium oder die Sekundarschule – und von dort aus stehen Ihrem Kind wiederum alle Wege offen.

Wir unterstützen unsere SchülerInnen (und ihre Eltern) dabei, die passende Schule zu finden, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Tandem IMS SchülerInnen wechseln nach der 6. Klasse auf öffentliche und private Gymnasien (ein- und zweisprachig), auf öffentliche und private Sekundarschulen (Stufe Sek. A, ein- und zweisprachig) und auf internationale Schulen (Englisch).

Wird mein Kind nach Tandem IMS garantiert ans Gymnasium gehen können?

Jedes Kind bringt eigene Voraussetzungen und Interessen mit, woraus sich unterschiedliche Stärken und Talente entwickeln – und so lernt auch jedes Kind in seinem eigenen Tempo. Wir geben Ihrem Kind die Impulse und Anregungen, die es braucht, um sich für seinen geeigneten Weg zu entscheiden. Das Schweizer Schulsystem ist dafür ausgelegt und bietet viele Möglichkeiten, auf die individuellen Bedürfnisse von Kindern einzugehen und zu reagieren. Eine solche Garantie ist also überhaupt nicht notwendig.

Vielmehr versprechen wir Ihnen, alle Kinder darin zu unterstützen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und ihre eigenen Lernstrategien zu entwickeln, um sie auf die nächsten Schritte ihrer schulischen Laufbahn vorzubereiten. Unser Ziel und unsere Mission besteht darin, Ihrem Kind die Werkzeuge mitzugeben, die es braucht, um sich eigene Ziele zu setzen und diese zu erreichen.

Während einige Kinder für die Gymi-Prüfung in der 6. Klasse bereit sind, konzentrieren sich andere darauf, einen anderen und für sie passenderen Weg auszuwählen. Die verschiedenen Möglichkeiten besprechen und vereinbaren wir gemeinsam mit dem Kind, den Lehrenden und den Eltern. Tandem IMS kann zwar nicht garantieren, dass jedes Kind nach der 6. Klasse direkt aufs Gymnasium gehen wird. Aber wir sorgen dafür, dass Ihr Kind die richtige Schule wählt, um seine weitere Entwicklung zu fördern, mit dem Ziel, den Weg zu einer höheren Ausbildung fortzusetzen.

Inwiefern nützt die Mehrsprachigkeit meinem Kind nach der Primarschule?

Mehrsprachigkeit ist immer ein Vorteil. Mehrsprachige Kommunikationsfähigkeiten ermöglichen es jedem Kind, sein sprachliches Repertoire zu erweitern, seine akademischen und kognitiven Fähigkeiten zu stärken und sein soziales und globales Verständnis zu vertiefen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die Tandem IMS SchülerInnen ein starkes Fundament in Englisch, Französisch und Deutsch haben, welches den Übergang in die weiterführende Schule wesentlich erleichtert. Dies liegt daran, dass unsere SchülerInnen in diesen Fächern bereits ein fortgeschrittenes Niveau erreicht haben und sich daher auf andere Fächer konzentrieren können, die möglicherweise grössere Aufmerksamkeit erfordern.

Raum für persönliche und individuelle Entwicklung

Zusammengefasst lässt sich sagen: Im Schweizer Schulsystem führen sehr viele Wege zum Ziel und es bietet Raum für so manche Umorientierung, einen Richtungswechsel und vor allem für eine individuelle Entwicklung Ihres Kindes. Wir erklären Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten gerne auch persönlich und ganz spezifisch zugeschnitten auf Ihr Kind. Sprechen Sie uns gerne an!

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