Es ist eine der häufigsten Fragen, die uns Eltern stellen – und meist kommt sie am Ende eines Gesprächs, halb entschuldigend: «Und ist das dann eine richtige Matura?» Die Frage ist berechtigt. In der Schweiz führen zwei Wege zu einem eidgenössisch anerkannten gymnasialen Maturitätsausweis: Die schulische Maturitätsprüfung an einer anerkannten Kantonsschule (im Alltag oft “Hausmatura” genannt) und die externe Schweizerische Maturitätsprüfung (im Volksmund oft als “Eidgenössische Matura” bezeichnet), die zentral vom Bund durchgeführt wird. Diese Namen klingen nach zwei Ligen. Sind sie aber nicht. Der Maturitätsausweis der Schweizerischen Maturitätsprüfung ist den Maturitätsausweisen kantonaler Gymnasien von Gesetzes wegen gleichgestellt. Beide Wege öffnen dieselben Türen: sämtliche universitären Hochschulen der Schweiz, die ETH eingeschlossen. Unterschiedlich ist nicht der Wert des Abschlusses. Unterschiedlich ist der Weg dorthin – wer prüft, wann geprüft wird, und was auf dem Weg dahin mit einem Jugendlichen passiert, der in einem Fach ins Stocken kommt. Und genau das ist die Frage, die für Ihr Kind zählt.