Ein leeres Blatt Papier. Ein Bleistift. Und die Frage: Was soll hier entstehen?
Genau hier beginnt echtes architektonisches Denken. Nicht im Architekturbüro, sondern in einem Schulzimmer des Tandem IMS Gymnasiums in Küsnacht. Schülerinnen und Schüler haben sich in diesem Schuljahr einer besonderen Aufgabe gestellt: Sie entwarfen Konzepte für ein neues Gebäude direkt neben dem Opernhaus Zürich.
Das Ergebnis ist mehr als nur ein einfaches Schulprojekt. Es ist ein Beitrag zu einer echten stadtplanerischen Frage. Und ab dem 7. März 2026 öffentlich in einer Ausstellung zu sehen.
Der Jugendarchitekturwettbewerb Zürich dreht sich rund um das Opernhaus und ist kein simuliertes Planspiel. Die Aufgabenstellung orientiert sich an realen Bedingungen: Ein Standort mitten in der Stadt, eine bestehende Architektur mit Geschichte, und die Anforderung, einen sinnvollen Beitrag zur urbanen Umgebung zu leisten.
Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Sie müssen sich wirklich positionieren. Was soll das Gebäude leisten? Für wen? Wie fügt es sich ein und wo darf es bewusst hervorstechen?
Das Opernhaus Zürich wurde nicht zufällig gewählt. Es ist ein kulturell aufgeladener Ort, der Ansprüche stellt. Genauso wie die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler.
Der Prozess begann analog. Handskizzen, Grundrisse auf Papier, erste Volumen, die noch keine Namen hatten. Doch dieser Schritt ist entscheidend, weil das Zeichnen von Hand das räumliche Denken schult, das später kein digitales Tool kompensieren kann.
Erst wenn eine Idee Form angenommen hat – wenn aus einer vagen Vorstellung eine echte Skizze wird – kommen digitale Werkzeuge ins Spiel.
Und hier liegt ein besonderes Merkmal dieses Projekts: KI wurde zwar eingesetzt, aber ausschliesslich verantwortungsvoll.
Die Schülerinnen und Schüler nutzten KI nicht, um Entwürfe zu generieren. Sie nutzten sie, um ihre eigenen Skizzen weiterzuentwickeln, Varianten zu erkunden und Visualisierungen zu verfeinern. Die Idee bleibt menschlich. Die Technologie dient ihr, und genau diese Einstellung fördern wir bei Tandem IMS.
Wer so arbeitet, versteht Technologie als Werkzeug, und nicht als Abkürzung.
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Natürlich lernen sie etwas über Architektur. Aber das eigentliche Lernfeld geht weit darüber hinaus
Sie analysieren einen städtischen Kontext und müssen Entscheidungen treffen, die sie begründen können. Sie arbeiten über mehrere Wochen an einem Entwurf und erleben, dass gute Ideen Zeit und Überarbeitungen benötigen. Sie veröffentlichen ihre Konzepte und lernen dabei, klar hinter ihren Entscheidungen zu stehen.
Das ist projektbasiertes Lernen in seiner wirkungsvollsten Form: nicht nur ein abgeschlossenes Thema im Lehrbuch, sondern eine offene Frage in der realen Welt. Und die Antwort darauf ist sichtbar, bewertbar, öffentlich.
Für Schülerinnen und Schüler, die sich für Architektur, Design oder Stadtplanung interessieren, ist das eine Erfahrung, die kein Schulfach ersetzen kann.

Der Jugendarchitekturwettbewerb ist ein Zeichen dafür, was kreative Bildung in Zürich leisten kann, wenn Schulen und Kulturinstitutionen zusammenarbeiten.
Das Tandem IMS Gymnasium hat mit diesem Projekt ihren Unterricht mit der Öffentlichkeit verbunden. Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler endet nicht im Klassenzimmer. Sie wird öffentlich gezeigt und ausgestellt. Das verändert, wie die Jugendlichen selbst an ihre Entwürfe herangehen. Es ist keine Klassenarbeit. Es ist ein Projekt in der echten Welt.
Diese Verbindung von schulischem Schaffen und öffentlichem Raum ist genau das, was moderne Bildung leisten sollte: zeigen, dass junge Menschen etwas zu sagen haben – über Städte, über Räume und über die Zukunft.
Seit dem 7. März 2026 sind alle eingereichten Entwürfe im Rahmen einer öffentlichen Architektur Ausstellung in Zürich zu sehen. Besucher können die Projekte der Schülerinnen und Schüler in ihrer vollen Breite erleben, von den ersten Skizzen bis hin zu den finalen Visualisierungen.
Es lohnt sich zu kommen, denn diese Arbeiten überraschen. Nicht wegen spektakulärer Technik, sondern wegen der Haltung dahinter: Jugendliche, die sich ernsthaft gefragt haben, was ein Gebäude neben dem Opernhaus Zürich leisten soll – und darauf eigene, durchdachte Antworten gefunden haben.
Am 15. März 2026 findet die Preisverleihung statt.
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Die Entwürfe der Schülerinnen und Schüler sind öffentlich. Architektur ist kein Fach für Fachleute allein. Sie betrifft jeden, der in einer Stadt lebt.
Wenn ihr sehen möchtet, wie die nächste Generation über Räume, Städte und Gestaltung nachdenkt, seid ihr hier am richtigen Ort.
Alle Informationen zum Jugendarchitekturwettbewerb und zur Ausstellung findet ihr auf der offiziellen Projektseite des Opernhauses Zürich:
👉 Zum the Jugendarchitekturwettbewerb Zürich
Wir freuen uns auf euch.
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